Vorkommen und
Dauer
Bei Erwachsenen nimmt der REM-Schlaf etwa 20
% bis 25 % des Schlafes ein. Dabei wird zu Beginn
der Nacht nur wenig Zeit im REM-Schlaf verbracht,
zum Ende der Nacht nehmen Frequenz und Ausdehnung
zu. Die meisten Träume finden in dieser
Phase statt, wobei ein Zusammenhang zwischen
Augenbewegungen und Blickbewegungen (siehe Scanning-Hypothese)
im Traum noch nicht umfänglich nachgewiesen
werden konnte. 1960 konnte empirisch belegt
werden, dass auch im Non-REM-Schlaf (auch NREM-Schlaf)
Träume vorkommen, diesen schreibt der Träumer
selbst jedoch eine geringere subjektive Bedeutung
zu.
Bis um das achte Lebensjahr
verringert sich die Zeit der REM-Phase von neun
Stunden (nach der Geburt) auf ca. zwei Stunden.
Danach gibt es keine größeren Veränderungen
in der Dauer dieser Phase.
Funktion
Über die Funktion des REM-Schlafs gibt
es viele sich auch widersprechende Hypothesen.
Tatsache ist, dass bei Entzug des REM-Schlafs
die REM-Phasen in den folgenden Nächten
im Sinne eines Rückschlages (rebound) vermehrt
auftreten. Viele Versuchspersonen zeigen ein
gesteigertes triebhaftes Verhalten (vermehrtes
Hungergefühl, vermehrte sexuelle und aggressive
Impulse, Lern- und Konzentrationsschwierigkeiten,
Gedächtnisprobleme), andere tolerieren
auch einen langen und fast vollständigen
Entzug des REM-Schlafes gut. Dass Ratten nach
zwei- bis dreiwöchigem vollständigem
REM-Schlaf-Entzug sterben können, zeigt
zunächst nur, dass die Ergebnisse aus Tierversuchen
nicht eins zu eins auf den Menschen übertragen
werden können. Die REM-Schlafphase konnte
bei allen bisher untersuchten Säugetieren
mit Ausnahme des Delphins und dem zu den Schnabeltieren
gehörenden Ameisenigel beobachtet werden.
Vermutlich ist der Lernprozess
im Allgemeinen eng an den REM-Schlaf gekoppelt.
Aufgaben in der Triebregulierung, Informationsverarbeitung
und Stressbewältigung werden diskutiert.
Viele Versuchspersonen mit REM-Schlaf-Entzug
haben gerade bei komplexen und neuen Herausforderungen
besondere Schwierigkeiten – ein Faktum,
das gerade für alte Menschen eine große
Rolle in deren Alltagsleben spielt. Die klinische
Bedeutung von Schlafstörungen und deren
Behandlung speziell im Alter wird somit unterstrichen
– andererseits die kritiklose Verabreichung
von Schlafmitteln auch deshalb getadelt, da
diese gerade jene Hirnstromaktivitäten
unterdrücken, die im REM-Schlaf dominieren.
Quelle: 
Sie
haben eine Frage? Wir helfen ihnen gerne in
unserem Forum!